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עז איז אמעריקע...וואט קען איו מאך
 
vat ken yu makh ez iz amerike 
Text: Aaron Lebedeff (1873-1960) Musik: Scholem Secunda (1894-1974)
 
zur Übersicht Nach Amerika zu kommen, habe ich keine Mühe gespart,
ich hatte gedacht ein Rabbiner zu werden und ließ mir einen
Bart wachsen. Ich hatte zwei schöne Schläfenlocken, wie jeder
fromme Jude. Zum Ende statt des Bartes hatte ich auch keine
Schläfenlocken. Wenn ihr mich fragen werdet:
Wie kommt das, wie kann das sein ? Die Antwort dafür ist,
meine lieben Freunde: Was kann man machen, es ist Amerika.
Da in dem Land zieht man sich so an. Was kann man machen,
es ist Amerika, der Jude sieht so aus wie ein Goj. Von Schläfelochen
sieht man bei keinem eine Spur, da tragen sie die Schläfenlocken wie
alle Mädchen auch. Was kann man machen, es ist Amerika, es ist
Amerika, was kann man tun ?
 
Denn da in Amerika, ist alles verkehrt. Die Männer sie rasieren sich
bei den Frauen sprießen die Bärte. Was kann man machen, es ist
Amerika, es ist Amerika und weiter nichts. In Europa feiern Hochzeit
gar junge Mädchen, und nachher haben sie Kinder, wie es sich gehört,
genau auf das Jahr darauf. In Amerika ist es ganz anders, man nimmt
sich endlos Zeit. Man heiratet dort später, nur die Kinder hat man früher.
Wenn Ihr mich fragt: Wie kann das sein ? Die Antwort darauf meine
lieben Freunde:
 
Was kann man machen, es ist Amerika, da kann passieren alles sag
ich euch. Was kann man machen, es ist Amerika. Man beeilt sich mit
allen Sachen. Da versucht man logischer weise zu sparen, deshalb 
macht man die Hochzeit zusammen mit der Beschneidung. Was kann
man machen, es ist Amerika, es ist Amerika, und was kann man machen.
 
Wenn das Brautpaar nach der Hochzeit nach Hause kommt, steht eine
Wiege mit einem Kind dort schon bereit. Was kann man machen, es
ist Amerika, es ist Amerika, und das ist alles.
 
Originaltext:
 
keyn amerike zu kumen hob ikh keyn mi geshport. kh hob gedenkt a 
rov zu vern un falrozn zikh a bord. Kh hob gehat zvey sheyne peyez, vi
yeder rumer yid, zum sof onshtot di bord hob ikh di peyez oykhet nit. vat
ir mikh fregn: z taytsh, vi ken dos zayn ? der terez derfun iz, libe fraynde mayn.
 
vat ken yu makh s´iz amerike. do in land do puzt men sikh azoy. vat ken yu
makh s´iz amerike. afile der yid hot dem ponem mitm goy. az fun peyez do 
zet men bay keynem nit keyn shpor, do trogn zikh di peyelekh ale meydlekh gor.
vat ken yu makh s´iz amerike. zi´s amerike un vot ken yu makh ?
 
az do in amerike iz alzding farkert, di mener zey sheyvn sikh, bay di vayber
shprozn berd. vat ken yu makh s´iz amerike, z´is amerike un bolshe nitshevo.
In yurop hobn khasene yunge meydlekh gor, un nakher hobn zey kinder vi ez
firt zikh punkt zum yor. In amerike iz gor andersh, me nemt zikh zayt on shir.
men hot khasene do shpeyter, nor di kinder hot men frier. vet ir mikh fregn:
z´is taytsh vi ken doz zayn: der terez derfun iz, libe fraynde mayn.
 
vat ken yu makh, s´iz amerike, do ken pazirn alez zag ikh aykh. vat ken yu
makh, s´iz amerike. az do aylt men zikh dokh mit a yeder zakh. do zukht men
zu zeyvn ekspens´iz oyf geviz, derfar makht men di khasene zuzamen mitn bris.
vat ken yu makh s´iz amerike, s´iz amerike un vot ken yu makh ?
 
az khosn kale fun der khupe aheym nor geyt, iz shoyn dortn a vigele mit a
kind shoyn ongegreyt. Vot ken yu makh s´iz amerike, s´iz amerike aleyn, 
un daz ol !
   
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