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בין איך מיר א שנײַדערל
 
bin ikh mir a shnayderl   
 
zur Übersicht Bin ich ein Schneider, lebe ich tagaus tagein,
lustig, fröhlich, fein.
Sag mir, Schneider, lieber und guter,
gibt dir die Nadel genug für Brot und Butter ?
Ich verdiene die Woche zwei Gulden und einen Dreier,
ich esse nur Brot, weil Butter ist zu teuer.
 
Bin ich ein Schuster, lebe ich tagaus tagein,
lustig, fröhlich, fein.
Sag mir, Schuster, hast du was zu kauen ?
Fehlt dir etwas, bekommst du was geliehen ?
Keiner leiht mir was, keiner bürgt für mich,
ich bin ein Schuster und gehe wirklich barfuss.
 
Bin ich ein Krämer, lebe ich tagaus tagein,
lustig, fröhlich, fein.
Sag mir, Krämer, hast du was mit dem du handeln kannst ?
Hast du im Krämerladen Rosinen und Mandeln ?
Ich habe im Laden für zwei Groschen Waren,
ich ertrage die Armut und bete zu G´tt.
 
Originaltext:
  
bin ikh mir a shnayderl
leb ikh mir tog oys tog ayn
lustik, freylekh, fayn.
zog mir, shnayderl, libinker un guter
git dir di nodl genug af broyt un puter ?
Ikh makh a vokh tzey gilden un a drayer
ikh es nor broyt vayl puter iz tsu tayer
 
bin ikh mir a shusterl
leb ikh mir tog oys tog ayn
lustik, freylekh, fayn.
zog mir, shusterl, hostn vos tsu kayen ?
felt dir oyset krigstn vu tsu layen ?
keyner layt nisht, keyner git keyn orves,
ikh bin a shuster, gey ikh take borves.
 
bin ikh mir a kremerl,
leb ikh mir tog oys tog ayn
lustik, freylekh, fayn.
zog mir kremerl, host mit vos tsu handlen ?
host in kreml rozhinkes mit mandlen ?
ikh hob in kreml far tzvey groshn skhoyre
ikh shlep dem tales un ikh bentsh dem boyre.
   
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