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 Liedertexte 

 
 
ראָס קעלבל
Dos kelbl  
Text: Aaron Zeitlin (1889-1973) Musik: Scholem Secunda (1894-1974)
 
zur Übersicht Auf dem Wagen liegt ein Kälbchen,
liegt gebunden mit einem Strick,
Text in yiddish hoch im Himmel fliegt ein Vogel,
fliegt und dreht sich hin und zurück.
 
Lacht der Wind im Korn, lacht und
lacht und lacht. Lacht er einen ganzen
Tag und die halbe Tag.
 
Schreit das Kälbchen, sagt der Bauer:
Wer sagt dir, dass du ein Kalb sein sollt.
Hättest auch ein Vogel sein können,
hättest auch eine Schwalbe sein können.
 
Arme Kälbchen bindet man, und man 
schleppt sie und man schlachtet sie.
Wer Flügel hat, fliegt herauf, ist niemandem
sein Knecht.
 
Originaltext:
 
oyfn forl ligt a kelb, ligt gebunden mit a
shtrik. Hoykh im himl fligt a foygl, fligt
un dreyt zikh hin un tsrik.
 
lakht der vind in korn, lakht un lakht un
lakht. Lakht er op a tog an gantsn, un a
halbe nakht.
 
shrayt dos kelb zogt der poyer. Ver she
heyst dikh sayn a kalb ? Volst gekent dokh
sayn a foygl, volzt gekent dokh zayn a shvalb.
 
bidne kelblekh tut men binden, un men shlept
zey un men shekht. Ver z hot fligl, fligt aroyf tsu
i bay keynem nisht keyn knekht.
   
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