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פרײַטיק אױף דער נאכט
 
fraytik oyf der nakht
Text und Musik: Nochem Sternheim (1879-1942)
 
zur Übersicht Ich erinnere mich an den Freitagabend, oh was für ein
Reichtum, der Vater mit den acht Kindern, singen Sabbatlieder.
Es pflegt der Vater sich zu hinzusetzen und mit dem Löffel zu
baumeln und mit dem Finger zu "knacken". Die Großmutter mit dem
Doppelkinn schaukelt ihren Kopf, oh weh, wie rührend...
 
Es ist Sabbat heute, in die Schule geht man nicht, ein Vergnügen.
Der Vater betet Schritt für Schritt und murmelt still eine Melodie.
Es pflegt der Vater sich hinzusetzten mich Gemara zu lernen, und
kneift mir in die Backe. Es wächst ein Talmud Gelehrter, pflegte
er zu sagen - ein böser Blick... oh weh, wie rührend...
 
Es kommt Sabbat Nacht, wir "verkriechen uns in die Ecken",
die Mutter steht nachdenklich am Fenster, die Großmutter schaut
"Geht hinaus !". Es pflegt die Großmutter uns ein Märchen zu
erzählen, von drei Prinzen, die sich im Dunkel verirrten mit
einem Beil* - die Kinder weinen mit Tränen wie Perlen...
Oh weh, wie rührend.
 
*hak - Axt, Beil ( hak un pack - mit Sack und Pack )
 
Originaltext:
 
ikh dermon zikh in dem fraytik oyf der nakht, oy, vos far ashires.
der tate mit di kinder tsal be akht, flegn zingen tsmires. flegt der
tate zikh aveksetsn tsu bomken mit a lefele, un gebn mitn fingerl
a knak. felgt di bobe mitn goyderl shoklen mitn kepele, oy vey,
vi geshmak.
 
s´iz shabes haynt in kheyder geyt man nit, oy vos a  fargnign. Der
tate geyt fun davnen trit bay trit un murmelt shtil a nign. flegt
der tate zikh aveksetsn farhern mikh gemore un geben mir a knipele
in bak. oy, es vakst a talmid-khokhem, flegt er zogn, key ayn hore.
oy vey, vi geshmak.
 
ikh dermon zikh in dem fraytik oyf der nakht, flegn mir zikh in di
vinkelakh farrukn. di mame shteyt baym fenzterl fartrakht, di
bobe tut in tsene-urene kukn. flegt di bobe dertseylen undz, a mayze
mit dray pritsimlekh vos blonken in der finzter mit a hak. flegn 
kinderlakh fargizn zikh mit trerelekh vi perelkh. oy vey, vi geshmak.
   
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