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רײזעלע |
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reyzele |
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Text und Musik: Mordekhay Gebirtig (1877-1942) |
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kompletter Text. Wurde nie
komplett gesungen. |
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Steht dort in der Gasse, still
verträumt ein Häuschen. |
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Drinnen auf dem Dachboden wohnt
mein liebes Rejsele. |
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Jeden Abend vor dem Häuschen dreh
ich mich herum, |
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ich pfeife und rufe:
Rejsel, komm,
komm, komm. |
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Es öffnet sich ein Fenster, das
alte Häuschen wacht auf, |
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und bald klingt in der stillen
Gasse die süße Stimme von Rejsele. |
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Warte noch eine weile mein Lieber,
bald bin ich frei (habe Zeit), |
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geh doch noch ein paar mal vorbei,
eins, zwei, drei |
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Geh ich fröhlich umher, singe und
knacke mir Nüsse, höre |
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ich auf den Treppenstufen
springen, ihre kleinen Füßchen. |
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Schon auf der letzten Stufe nehme
ich sie in den Arm, gebe |
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ihr still einen Kuss auf den Kopf,
komm, komm, komm. |
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Ich möchte dich bitten, David,
sollst heute nicht mehr hier pfeifen. |
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Hörst du, er pfeift schon wieder,
sagt die Mutter, sie ist fromm, |
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es stört sie sehr. Pfeifen sagt
sie, ist nicht jüdisch, bring es ihm bei. |
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Gib ein Zeichen auf jüdisch,
eins, zwei, drei |
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Ich werde ab heute nicht mehr
pfeifen, das schöre ich dir. Dir zu lieb |
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werde ich
fromm meine Liebe. Ich werde sein,
wenn du willst, so fromm |
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wie deine Mutter. Jeden Sabbat geh
ich in die Synagoge, |
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komm, komm, komm |
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Ich glaube es dir mein Lieber, und
dafür David, stricke ich dir |
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einen Gebetsschal mit einem
Davidstern. Wenn es in der Synagoge |
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gefallen wird, sollt du sagen: Es
hat meine liebe Rejsel gestrickt, |
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eins, zwei, drei. |
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Ich danke dir für dein Geschenk,
ich leibe dich so, Rejsele. Ich |
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liebe deine Mutter, ich liebe die
Gasse, ich liebe das alte Häuschen. |
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Ich liebe Steine neben dem
Häuschen, trittst auf ihnen herum. Hör |
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deine Mutter ruft schon,
Rejsel,
komm, komm, komm |
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Geh ich fröhlich umher, singe und
knacke mir Nüsse, höre |
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ich auf den Treppenstufen
springen, ihre kleinen Füßchen. |
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Wieder steht verträumt das
Häuschen, die Gasse wieder still. |
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Komm zu mir im Traum,
Rejsel,
komm, komm, komm |
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Originaltext: |
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shteyt
zikh
dort in gezele, shtil fartrakht a hayzele, |
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drinen oyfn
boydn-shtibl voynt mayn tayer reyzele. |
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yedn
ovnt
farn hayzl drey ikh mikh arum, |
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kh´gib a
fayf un ruf oys: reyzel kum, kum, kum ! |
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efnt zikh a
fenzterl, vakht oys alte hayzele, |
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un bald
klingt in shtiln gezl a ziz kol, z red reyzele: |
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nokh a vayle
vart mayn liber bald ver ikh zayn fray. |
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gey zikh nokh a por mal
iber, eynz, tsevy, dray. |
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gey ikh mir
a freylekher, zing un knak mir nizelekh, |
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her ikh oyf
di treplekh shrpingen ire drobne fizelekh. |
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shoyn arop
fun letstn trepl kh´nem zi lib arum. |
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kh´gib ir
shtil a kush in kepl, kum, kum, kum. |
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kh´vel
dikh
betn dovidl, zolzt aroyf nisht fayfn mer. |
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herzt, er fayft
shoyn vider zogt di mame. zi´z frum´z |
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fardrizt zi
zeyer. fayfn zogt zi iz nisht yidish, z´pazt |
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nor bloyz
far zey. gib a tseykhn prozt oyf yidish, eynz, tsvey, dray. |
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kh'vel
aroyf
nit fayfn mer, deroyf gib ikh a shvuele, |
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dir tsulib vel
ikh afile vern frum, mayn tsnuele. |
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kh´vel
zayn ven du vilzt nor reyzel vi dayn mame frum, |
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yedn
shabes geyn in kleyzl, kum kum kum. |
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kh´gloyb
ez
dir mayn libinker un derfar dir dovidl, |
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shrik
ikh a sheyn tfilin-zekl mit a mogn-dovidl. |
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ven´z
gefelt in kleyzl zogn zolztu zey: z´hot |
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geshtrikt mayn libe
Reyzel, eynz, tsvey, dray. |
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kh´dank far
dayn matonele, kh´lib azoy dikh reyzele, |
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kh´lib
dayn mame, kh´lib dos gezl, kh´lib dos |
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alte
hayzele. kh´lib di shteynlekh lebn hayzl, |
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tretst oyf zey
arum, her dayn mame ruft shoyn |
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rezsel
kum, kum, kum. |
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gey ikh mir
a feylekher, zing un knak mir nizelekh, |
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her ikh oyf
die treplekh loyfn ire drobne fizelekh. |
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vider
shteyt fartrakht dos hayzl, z gezl vider shtum. |
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kum tsu mir
in kholem, reyzel, kum, kum, kum. |
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