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שטערנל
 
shterndl
  
zur Übersicht Sternchen, Sternchen, blauer Bote,
sei mir ein Übermittler und geh in meine Stadt.
 
Sehen wirst du eine Straße, danach ein Graben,
dort befindet sich mein ärmliches Häuschen.
 
Einsam, allein bei der dunklen Scheibe,
sitzt da verträumt, voller Sorge meine Frau.
 
Tröste sie du Sternchen, leuchte in ihr Haus,
sag ihr, der Höchste wird ihr barmherzig sein.
 
Frage, wie es Josef geht, Lea und Rebekka.
Sag ihnen, ich lese und küsse ihre Briefe.
 
Sag ihnen, dass man Josef nicht verziehen soll,
in die Schule zu gehen, nicht zu sehr verhätscheln.
 
Soll er lernen kaddisch*, wie es sein soll, vielleicht,
man weiß nicht, nur G´tt wird gnädig sein.
 
Originaltext:
 
shterndl shterndl bloyer shtafetele,
zay mir a shliekh un fal in mayn shtetele.
 
zen vestu a gesele, nokh dem a gribele,
dortn gefint zikh mayn khoreve shtibele.
 
elnt aleyn bay der finsterer shaybele,
zitst dort fartroyert un dayget mayn vaybele.
 
treyst ir, du shterndl, laykht ir in shtub arayn,
zog ir der eybershter vet ir merakhem zayn.
 
freg vos makht yosele, laytse und rivele,
zog zey ikh leyen un kush zeyer brivele.
 
zog zey, az yankelen zol men nit shaleven,
geyn in kheyder, genug im tsu baleven.
 
zol er zikh oyslernen kadish vi ez darf tsu zayn,
efsher men veyst nit, nor g´t vet merakhem zayn.
 
*kaddisch / kadish = Totengebet
   
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