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זאָג ניט קײנמאָל
 
zog nisht keynmol  
Text: Hirsch Glik
 
zur Übersicht Sag niemals, dass du den letzten Weg gehst, wenn bleierne
Himmel den blauen Tag verdecken. Kommen wird noch 
unsere ersehnte Stunde. Mit einem Schritt wie ein
Paukenschlag sind wir da.
 
Von grünem Palmenland bis zum weiten Land mit Schnee,
wir kommen an mit unserer Pein und unser Weh. Und wo 
von uns ein Blutstropfen gefallen ist, wird sprießen unser 
Kraft und unser Mut.
 
Der frühe Morgen soll uns heute vergolden, die Nacht 
verschwinden mit dem Feind. Nur wenn die Sonne für
uns nicht aufgeht, wird dieses Lied wie eine Parole für
unsere Nachkommen sein.
 
Geschrieben ist das Lied mit Blut und nicht mit Blei, es
ist kein Lied von einem freien Vogel. Es ist ein Volk
in fallenden Wänden, das Lied mit Waffen in den
Händen gesungen.
    
Originaltext:
 
zog nisht keynmol az du geyst den letsten veg,
khotsh himlem blayene farshteln bloye teg,
kumen vet nokh undzer oyfsgebenkte sho.
z vet a poyk tun undzer trot, mir zenen do.
 
fun grinem palmen land biz vaytn land fun shney,
mir kumen an mit undzer payn mit undzer vey.
un vo gefaln iz farshpritst man undzer blut,
shprotsn vet dort undzer gvure, undzer mut.
 
z vet di morgensun bagildn undz dem haynt,
un der nekhtn vet farshvindn mit dem faynt.
nor oyb farzamen vet di zun un der kayor,
vi a parol zol geyn dos lid fun dor tsu dor.
 
dos lid geshribn iz mit blut un nisht mit blay,
z iz nit keyn lidl fun a foygl oyf der fray, dos hot
a folk tsvishn falndike vent, dos lid gesungen
mit naganez in di hent.
 
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