Virtual Klezmer

 
 
אונדזער פרילינג
 
undzer friling 
Text und Musik: Mordekhay Gebirtig (1877-1942)
  
zur Übersicht Frühling auf Bäumen, im Feld und im Wald,
nur da im Ghetto ist es herbstlich und kalt,
nur da im Ghetto ist es herbstlich und trübe,
wie bei einem Trauernden in der Stube.
 
Frühling, draußen schon die Felder gesät,
da um uns hat sich Verzweiflung ausgebreitet,
da um uns stehen Mauern bewacht,
wie beim Gefängnis bei nacht.
 
Frühling, schon Frühling, bald kommt der Mai,
nur in der Luft fühlt man Pulver und Blei.
Es ackert der Henker mit seinem blutigen Schwert,
ein großes Grab, die Erde.
 
Originaltext:
 
friling oyf beymer, in feld un in vald,
nor do in geto iz harbztik un kalt,
nor do in geto iz harbztik un trib, 
vi bay an ovl in shtub.
 
friling in droysn shoyn felder farzayte,
do arum undz hot zikh ye´ush farshprayt,
do arum undz shteyen moyern bavakht,
vi far der tfise bay nakht.
 
friling, shoyn friling, bald kumt der may,
nor in der luft filt zikh pulfer un blay,
ez akert der talin zayn blutike shvert,
eyn groys beys-oylem, di erd.
   
nach oben
 
© 2002 by Andreas. All rights reserved.; Disclaimer
Veröffentlichen und Zitieren außerhalb von www.klezmer.de  nur mit Genehmigung des Autors.